Die embryonale Stammzelle ist ein Multitalent. Sie kann sich unendlich oft teilen und zu jeder Art von Körperzelle entwickeln. Durch Stammzellforschung hofft man, neue Medikamente gegen bislang unheilbare Krankheiten zu finden und zerstörte Organe wieder aufbauen zu können.
Am Fraunhofer-Institut in Stuttgart werden künstlich hergestellte Hautstücke produziert. An der Kunsthaut können neue Medikamente und Kosmetika getestet werden – außerdem dient sie als Transplantat unter anderem für Hautkrebspatienten. Langfristig sollen sogar Luftröhren, Leber- oder andere Gewebe hergestellt werden können.
Warum altern wir eigentlich? Und kann man das Altern und seine oft unangenehmen körperlichen Begleiterscheinungen beeinflussen? Leider gibt es nicht ein spezielles Gen, das für das Altern verantwortlich ist. Denn der Alterungsprozess verläuft bei jedem Menschen unterschiedlich.
Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Die typischen Symptome der Krankheit – Vergesslichkeit oder Verwirrtheit – zeigen sich erst, wenn ein Großteil der Gehirnzellen bereits abgestorben und die Krankheit kaum noch aufzuhalten ist. Forscher aus München verfolgen eine visionäre Idee: Sie wollen Alzheimer schon im Frühstadium per Augen-Scan entdecken.
Noch ist nicht klar, was die Synthetische Biologie jemals leisten können wird - das Potenzial jedenfalls ist atemberaubend. Erste künstliche Lebewesen gibt es bereits.
Erdbeben folgen bestimmten Zyklen, die es Forschern erlauben, sie räumlich und zeitlich immer besser einzukreisen. In den vergangenen Jahren hat die noch relativ junge Disziplin der Erdbebenforschung große Fortschritte gemacht. Das verdanken die Wissenschaftler besonders der Andenfalte von Chile, die seismisch hochaktiv ist und den Forschern als großes Erdbebenlaboratorium dient.
Organische Leuchtdioden (OLEDs) strahlen flächenhaft weißes und farbiges Licht ab. Eine Zukunftsvision der Forscher: Die leuchtende Tapete, die ihre Farbe auf Wunsch ändern kann und gleichzeitig als riesiger Bildschirm dient.
Computer werden künftig nicht nur leistungsstärker als heute sein, sondern auch viel kleiner. Schon 2030 könnten sie uns fast überall hin begleiten.
In Zukunft können riesige Datenmengen über das Licht übertragen werden. Schon eine Leselampe würde genügen, um im Internet zu surfen, zu telefonieren, Fotos zu verschicken oder Filme anzusehen. Schnell und ohne störende Verzögerungen.
Wie können wir unser Gehirn mit Computern kurzschließen? Forscher suchen nach Wegen, defekte Hirnareale mit Computerchips zu ersetzen, um so fehlende Körperfunktionen wieder herzustellen.
Methanhydrat könnte zur Energie der Zukunft werden. In Eisform lagert es an ganz bestimmten Stellen auf dem Meeresboden. Wissenschaftler des IFM Geomar sind mit dem Forschungsschiff 'Sonne' auf der Suche nach Methanquellen. Sie wollen den Brennstoff vom Meeresgrund fördern und gleichzeitig Kohlendioxid an den Abbaustellen versenken.
Weltweit arbeiten Wissenschaftler an einer Ausbeutung der Ressourcen des Weltraums. Auch in Deutschland. Am Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen haben Forscher die Vision einer eigenständigen von Robotern betriebenen Station auf dem Mond.
Die Natur zaubert perfekte Anpassungsstrategien. Forscher untersuchen, wie es Insekten oder Geckos gelingt, kopfüber an der Decke zu laufen, ohne herunterzufallen. Ihr Ziel: Die Entwicklung haftungsstarker Materialien.
Noch gelten Roboter als unkreativ und recht beschränkt. Doch das soll sich bald ändern. Roboter der Zukunft können lernen, selbständig Probleme lösen und mitdenken. Intelligente Maschinen, die dem Menschen immer ähnlicher werden - nicht nur äußerlich.
Fahrfehler verursachen zwei Drittel aller Unfälle in Deutschland. Um menschliches Versagen auszuschließen, entwickeln Karlsruher Forscher autonome, mitdenkende Autos. Sie warnen den Fahrer vor Gefahren, sie kommunizieren miteinander und vermeiden selbständig Staus und Unfälle.
Pflanzen, die in unwirtlichen Regionen des Himalaja wachsen, müssen extreme Kälte und Trockenheit aushalten. Forscher aus Jülich testen, ob die Gene dieser Überlebenskünstler auch Nutzpflanzen wie Baumwolle oder Raps robuster machen.
In den explodierenden Megacities wächst die Infrastruktur meist viel zu langsam mit. Forscher aus Darmstadt haben eine revolutionäre Lösung gefunden: eine Kläranlage, die mit der Stadt wächst und sich ihren Bedürfnissen anpasst.
Kohlendioxid kann mehr sein als ein bloßes Abfallprodukt, das unser Klima bedroht. Mit einem neuen Verfahren stellen Wissenschaftler aus dem klimaschädlichen Gas einen Kunststoff her, der in fast allen Lebensbereichen einsetzbar ist.
Ebola, SARS, Enzephalitis - viele Infektionskrankheiten werden durch Fledermaus-Viren hervorgerufen. In manchen afrikanischen Ländern ist die Gefahr, dass solche Viren auf den Menschen übertragen werden, besonders groß. Denn dort landen Fledermäuse als Bushmeat auf dem Teller.
Weltweit sind Millionen Menschen durch Arsen im Trinkwasser bedroht. Besonders gefährlich ist es in Bangladesch. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig haben inzwischen eine simple Testmethode entwickelt: Mit genetisch veränderten Bakterien können sie Arsen schnell und unkompliziert in den betroffenen Brunnen nachweisen.